Viktoriaspeicherareal, Berlin
Städtebaulich-freiraumplanerische Mehrfachbeauftragung Viktoriaspeicherareal Berlin
Projektpartner: FAM Architekten, Grieger Harzer Dvorak
Mehrfachbeauftragung 2026
BGF Wohnen: 85.000 qm
BGF Gewerbe: 35.000qm
Idee
Die Spreeufer Berlins waren in ihrer baulichen Gestalt zu jeder Zeit von Vielfalt geprägt - auch wenn die angrenzenden Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg bis zum zweiten Weltkrieg über eine homogene Blockrandbebauung verfügten. Der vorliegende Entwurf greift die Vielfalt und Offenheit zur Spree auf und entwickelt zur Köpenicker Straße einen ruhigen Rücken, der den neuen gemischten Kiez am Viktoria-Ufer vor Straßenlärm schützt, zugleich aber ein hohes Maß an Durchlässigkeit gewährleistet.
Struktur
Es entstehen 3 Blöcke entlang der Köpenicker Straße, die sich zur Spree öffnen und über Einzelbaukörper dorthin erweitern. Ergänzend dazu wird das Grundstück südöstlich des Viktoriaspeichers in ähnlicher baulicher Dichte genutzt, sodass eine kompakte städtebauliche Struktur entsteht. Nordwestlich des Viktoriaspeichers markiert ein grüner Platz an der Spree den Mittelpunkt des neuen Quartiers. Der Platz am Wasser versteht sich als sogenanntes Spreefenster und ist über eine Freiraumfolge von der Köpenicker Straße unmittelbar einsehbar und erreichbar. Folgt man von dort der neuen Promenade in Richtung Schillingbrücke bildet ein weiteres Spreefenster mit Rückbindung zur Köpenicker Straße ein ergänzendes eher kontemplatives grünes Angebot.
Höhenentwicklung
Das nordwestliche Spreefenster wird von 3 Hochpunkten gerahmt, welche das neue Quartier adressbildend an der Schnittstelle von Engeldamm und Spree markieren. Sie fügen sich in eine übergeordnete Struktur von Hochhäusern an der Spree ein, die sich von den Treptowers im Südosten zu den Hochhäusern auf der Fischerinsel und um den Alexanderplatz entwickelt. Den End- und Höhepunkt dieser Reihe bildet im Nordwesten der Berliner Fernsehturm. Innerhalb des Plangebiets wird mit der Staffelung der verschiedenen Höhen entlang der Spree gespielt, zumal im Sinne der Vielfalt auch niedrigere Gebäude zum Einsatz kommen, die einen Blickkontakt aus der zweiten Reihe zur Spree sowie eine angemessene Besonnung der Freiräume ermöglichen.