rheinflügel severin

Stadtoval Aalen

Auf dem ehemaligen Baustahlgelände soll ein Stück Stadt zum Wohnen und Arbeiten entstehen, geprägt durch eine angemessene Dichte, eine ausgeprägte räumliche Wirkung und eine hohe Wertigkeit der öffentlichen Freiräume.

Die besondere Lagegunst gegenüber der Altstadt wird optimal genutzt und mittels räumlicher Vernetzung herausgearbeitet. Die Lärmbelastung an den Rändern erfordert einen Lösungsansatz, der den Immissionsschutz unmittelbar in den Entwurf integriert, ohne das Gebiet zu isolieren. Die Bahntrasse wie die Schwerlaststrecke stellen für das Areal  bereits erhebliche Barrieren dar. Zur Überwindung dieser Insellage werden zahlreiche Bezüge zum baulichen, wie zum historischen Kontext hergestellt.

Eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung kommt den historischen Gebäuden zu, die Aalener Industriegeschichte dokumentieren und deshalb in besonderer Weise geeignet sind, die gewachsene Identität des Ortes zum Ausdruck zu bringen. Das Bahnbetriebsgebäude und der Lokschuppen bleiben erhalten und prägen als raumbildende Solitäre den Charakter des neuen Quartiers. Die wohnungsnahen Freiräume des Quartiers orientieren sich nach Süden zur Landmarke des Gasometers und verbinden sich mit den dort aufgewerteten Grünflächen des Bleichgartens. Ein übergeordnetes Gerüst mit Fuß- und Radverbindungen ergänzt sinnvoll den Bestand. Das bislang un- wie untergeordnete Grün zwischen Gasometer und Hallenbad bildet den Ausgangspunkt für eine ökologisch wertvolle Grünraumvernetzung. Der Hirschbach wird so weit wie möglich freigelegt und mit dem zentralen Wasserband des Quartiers verbunden.

Der Freiraum strukturiert das neue Quartier und schafft klare Zuordnungen: Eine Gewerbespange im Westen schützt vor Bahnlärm und definiert eine Raumkante zum zentralen Freiraum. Östlich schließt ein kompaktes Baufeld mit Wohnungsbau an. Den östlichen Abschluss davon bildet ein Mischgebiet, das unmittelbar an die Schwerlaststrecke grenzt und somit als Puffer zum Wohngebiet fungiert. Entlang der Schnittlinie von Wohn- und Mischgebiet erfolgt die zentrale Erschließung beider Bereiche in Anbindung an die übergeordnete Hirschbachstraße.

Entwicklung eines ehemaligen Gewerbeareals in zentraler Stadtlage

Bruttobauland 65.550 qm
Nettobauland 30.450 qm
BGF 49.500 qm

Ein Projekt in Arbeitsgemeinschaft mit Georg Verhas (Landschaftsarchitekt)

Wettbewerb 2010
4. Preis
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