rheinflügel severin

Kunstbunker Achenbach
Seine neue Bestimmung als Ort zur Rezeption von Kunst muss den Bunker an der Pariser Straße atmosphärisch neu definieren: Bestimmend erscheint dafür der Außenraum, die wenig urbane Umgebung des Bunkers, der kurze Moment der Wahrnehmung des Gebäudes von der Pariser Straße aus. Eine neue Widmung des Bunkers muss über die neuen baulichen Ergänzungen hinausgehen.
Ein mit schwarzem Asphalt belegter Vorplatz wird das Gebäude aus seiner eingegrünten Abseitsstellung herauslösen. Der Vorplatz und der Bunker selbst werden durch hohe Scheinwerfermasten ausgeleuchtet, ähnlich der maßstabslosen Parkplatzfläche eines Supermarktes.
Das Gebäude selbst erscheint in seiner reinen Betonoberfläche – die Außenwände bleiben geschlossen, um im Inneren großzügige Ausstellungsflächen zu erhalten. Eine netzartige Textur umfasst die obere Kante des Bunkers, sie dient als Schriftträger. Die Öffnungen in dieser Textur sind groß genug, um den Ausblick von den oberen Geschossen auf die Skyline nicht zu verstellen, aus der Ferne hingegen wird der Aufbau flächig wahrgenommen.
Die zweigeschossigen Mietflächen auf dem Dach liegen mit einem umlaufenden Freibereich zwei Meter hinter der Textur – der gläserne Aufbau tritt hinter die atmosphärische Inszenierung des Außenraumes und des Gebäudes zurück, wird aber schemenhaft zu erkennen sein.
In einem Teil dieses Aufbaus wird der Ausblick auf den Rhein zu einem grandiosen Hintergrund: Dieser Raum inszeniert in Verbindung mit der vertikalen Bar den Ausblick, die eigentliche Qualität auf dem Bunker. Auch der Saal und die Reserveflächen sind durch diese Bar auf einer ca. 13 qm großen Aufzugplattform verbunden. Die Bar ist das zentrale bewegliche Element, ähnlich dem Crate House des Künstlers Allan Wexler können die Räume aktiviert werden durch wechselnde Installation der Bar. Über der Eingangsebene des Bunkers wird im Inneren ein zweigeschossiger Saal entstehen, dieser zentrale Raum mit ca. 400 qm wirkt wie eine Initialzündung für den Bunker – die übrigen 3 Ebenen bleiben vorerst Reserveflächen und können später aktiviert werden.
Umnutzung und Aufstockung eines Hochbunkers in Düsseldorf-Heerdt

Investitionsvolumen 3 Mio. Euro

Ein Projekt in Arbeitsgemeinschaft mit Celine Schäfer und Karsten Weber

Entwurfsgutachten 2002
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